elmiland.de Radio Regenbogen

Pressemeldung: Der SWR fünf Jahre nach der Fusion


Elmar Hörig SWF3 Regenbogen Radio Forum

Geschrieben von Scheisse ehrlich am 10. Oktober 2003 10:39:27:



Pressemeldung: Der SWR fünf Jahre nach der Fusion

Leistungsfähig in der ARD, unverzichtbar im Südwesten

Der SWR zieht fünf Jahre nach der Fusion eine positive Zwischenbilanz. Intendant Peter Voß: "Unsere Programmangebote im Hörfunk, im Fernsehen und im Internet sind erfolgreich; der SWR hat sich im Südwesten und in der ARD als starker, anspruchsvoller Sender und verlässlicher Partner etabliert. Er optimiert beständig seine Programme und hat zugleich Effizienz und Wirtschaftlichkeit permanent gesteigert."

Der SWR-Intendant betonte, dass die Fusion nicht nur erhebliche Einsparungen erbracht, sondern den SWR überhaupt in die Lage versetzt habe, strukturell ein modernes Medienunternehmen zu werden. So ist der SWR heute leistungsfähiger, liefert mehr eigenproduzierte und dabei moderne, klarer profilierte Programme, als es SDR und SWF bis zur Fusion möglich war.

Die SWR-Hörfunkprogramme sind am Markt gut aufgestellt. Die Zahlen der jüngsten Media-Analyse 2003/II belegen die Attraktivität der SWR-Radioprogramme: National hören 6,3 Millionen Menschen täglich die SWR-Progamme. SWR3 ist mit über 3 Millionen Hörern zum dritten Mal in Folge Deutschlands Radio Nummer 1. SWR1 Baden-Württemberg hat bundesweit mit 1,09 Millionen Hörer die Millionengrenze überschritten. SWR4 Baden-Württemberg bleibt mit 1,5 Millionen Menschen das meistgehörte Landesprogramm. SWR1 Rheinland-Pfalz hat mit 9,3 Prozent und 300.000 Hörern die beste Quote, seit es das Programm gibt. SWR4 Rheinland-Pfalz hören im hart umkämpften rheinland-pfälzischen Radiomarkt 303.000 Hörer. SWR2 gehört mit 210.000 Hörern zu den meistgehörten Kulturprogrammen in Deutschland, und die Hörerzahlen von DASDING haben sich in den vergangenen zwölf Monaten verdoppelt.

Mit 160.000 Hörern ist DASDING in der Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 24 Jahren ein akzeptiertes Angebot. Vor rund fünf Jahren als DAB-Pilotprojekt in Baden-Württemberg gestartet, ist DASDING heute als multimediales Angebot in Hörfunk, Fernsehen und Internet zu empfangen. Neben diesem neuen Programmangebot, das die Fusion erst ermöglichte, startete im Juli 2002 SWR Cont.Ra als digitales Wortangebot. Der SWR nutzt die Informationskompetenz der Programme, indem SWR Cont.Ra auf die journalistischen Ressourcen des Hauses zurückgreift. Der SWR stützt mit SWR Cont.Ra und DASDING zugleich die Technik des digitalen Radios (DAB).

Der SWR hat sich fünf Jahre nach der Fusion im Bereich Fernsehen nicht nur in seinem Sendegebiet, sondern auch im Ersten profiliert: mit "Report Mainz", "ARD-Buffet", dem "Tigerentenclub" oder Neustart von "Verstehen Sie Spaß?" mit Frank Elstner. Gleich drei "Tatort"-Kommissare sind für den SWR im Einsatz.

Es entstanden Großprojekte wie "Berlin: Sinfonie einer Großstadt", "Heimat 3" oder "Stauffenberg", die im nächsten Jahr im Ersten zu sehen sein werden. Mit "Schwarzwaldhaus 1902" ist ein zugleich großer Fernseherfolg und die Weiterentwicklung dokumentarischer Formate gelungen. Ihr folgt die Dokumentation "Von Null auf 42" nach. Schließlich hat der SWR die ARD-Federführung für die Olympischen Spiele 2004 in Athen übernommen, eine Herausforderung, die schon jetzt vorbereitet wird. Ohne die Fusion wäre dieser Programmschub nicht denkbar gewesen.

In der aktuellen Berichterstattung der ARD spielt der SWR eine zentrale Rolle sowohl im Inland (u. a. durch drei Korrespondenten im ARD-Hauptstadtstudio) als auch im Ausland (mit acht Korrespondenten von Johannesburg bis Buenos Aires, von Bagdad/Kairo bis Mexico-City).

Im SÜDWEST Fernsehen wurden bestehende Marken gestärkt: durch die wöchentliche Ausstrahlung von "Nachtcafé" und "Rasthaus", eine erweiterte "Landesschau Baden-Württemberg". Neue Marken im SÜDWEST Fernsehen wurden eingeführt: u. a. "Kaffee oder Tee?", "Menschen der Woche", "Quergefragt", "Sag die Wahrheit", "Euro.Land", "Auslandsreporter", "Schümer & Dorn", "Planet-Wissen", "Reiss&Leute", "Rat&Tat", "Leute Night", "Praxis Dr. Weiss", "Lebensfragen", "Ding.TV" und "WiesoWeshalbWarum". Zum Rückgrat mit zweistelligen Marktanteilen sind die regionalen Nachrichten im SÜDWEST Fernsehen geworden: verlässlich, kompetent, umfassend. Einer von vielen Programmhöhepunkten im SÜDWEST Fernsehen war die erste Liveübertragung einer Durchsteigung der Eiger-Nordwand, die gemeinsam mit dem Schweizer Fernsehen realisiert wurde.

Im Januar 1999 übernimmt der SWR für die ARD die Online-Federführung. Der Aufbau dieser Dachdomain zum gemeinsamen Portal der Onlinewelt der ARD war eine der bedeutenden Herausforderungen für den neuen SWR. Die ARD.de bildet Dach und Plattform für eine umfassende Vernetzung der Onlineangebote der ARD. In den Themenrubriken Nachrichten, Sport, Börse, Ratgeber, Kultur, Boulevard und Kinder werden die Nutzer umfassend über das aktuelle Geschehen informiert. Die Plattformzugänge Fernsehen und Radio bieten umfassende Informationen zu den Fernsehprogrammen und Hörfunkwellen der ARD. Eine eindeutige Zuordnung der Ressorts an eine der beteiligten Redaktionen, beispielsweise der Rubrik Nachrichten an tagesschau.de, garantiert dabei einerseits die fachliche Qualität der Inhalte und vermeidet strukturell Doppelarbeiten. ARD.de ist somit ein effizientes Vernetzungsprojekt, das die Programmleistungen der Landesrundfunkanstalten herausstellt und dem Nutzer in der von ihm gewünschten Tiefe Informationen zur Verfügung stellt. Ziel der Onlinekoordination, die dem SWR im Frühjahr 2001 übertragen wurde, ist es, diese Verbundstrategie für die Onlineangebote der ARD kontinuierlich zu optimieren und weiterzuentwickeln.

Erheblich verstärkt hat der SWR auch seine Berichterstattung aus dem Land und für das Land: Aus insgesamt zehn Studios, acht Regionalbüros und zehn Korrespondentenbüros berichten SWR-Redakteure und Reporter über das Geschehen "in der Fläche" und schaffen Nähe und regionale Identität in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Hörfunk, Fernsehen und im Internet.

Hans Lambert, Rundfunkratsvorsitzender, bestätigt, "die Fusion war ein gewaltiger Kraftakt. Die Startprobleme sind überwunden. Doch wir können uns nicht zurücklehnen, denn der SWR steht in Konkurrenz zu den Privatsendern und hat beachtliche Aufgaben in der ARD übernommen. Meine Bilanz: Der Mut zur Fusion hat den Hörern und Zuschauern ein konkurrenzfähiges und attraktives Hörfunk- und Fernsehangebot gebracht." Verwaltungsratsvorsitzender Dr. Lorenz Menz: "Die Fusion war zwingende Vorraussetzung, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk im deutschen Südwesten zu einem wirtschaftlich effizienten und wettbewerbsfähigen Unternehmen entwickelt werden konnte. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Nur wenn wir weitere Synergieeffekte erreichen, gewinnen wir Spielräume für die künftige Programmentwicklung."

SWR-Pressemeldung




Antworten:


Elmar Hörig SWF3 Regenbogen Radio Forum