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Re: Nemo ist ein Clownfisch und die Typen von tiscali sind alle Quallen


ELMAR HÖRIG (ex-SWF3 /-Rockland-Radio /-Radio Regenbogen) FORUM

Geschrieben von Sachsen am 30. April 2004 08:18:23:

Als Antwort auf: Re: Nemo ist ein Clownfisch und die Typen von tiscali sind alle Quallen geschrieben von Yogi am 29. April 2004 19:23:36:

>Ich fand aber dort auf den ersten Blick nix, was mich wirklich interessiert hätte... --> vielleicht war ich ja zu früh dort (vor dem 1. April)
>
>hab auch nicht nachgeschaut weil ich mir Rezepte runterladen will, aber das hat mich schon mal interessiert.
Na wenigstens funktioniert da alles, sogar der Chat, astrein. Gästebuch war Fehlanzeige, da hat jeder Clubber ein Gästebuch wo man was reinschreiben kann.
Naja, wir können ja eh nicht mitreden/mithören, was solls.
@Elmi
wenns dir zu langweilig wird, hier noch was lustiges zum Lesen.
Gruß vom Sachsen
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Auf zu McDonalds


Am meisten Spaß macht Essen im Auto! Deswegen besitze
ich diese erhöhte Affinität zu Drive-In-Schaltern, speziell in
meinem Lieblings-Fast-Food-Restaurant.

Das Vergnügen an dieser Self-Service-Version des
Essens auf Rädern wird allerdings erheblich durch die Qualität der
Gegensprechanlage gemindert.
Gegensprechanlage? Meiner Überzeugung nach hat sie
diesen Namen deshalb bekommen, weil sie völlig gegen das Sprechen
ausgelegt ist.

"Hiere Bechelun hippe!" knarzt es mir aus dem
Lautsprecher entgegen - sounds like Schellackplatte.---> (oder Webradio Regenbogen?)

Aus Erfahrung allerdings weiß ich, dass sich die
Stimme (männlich? weiblich?... wohl eher männlich!?)
am anderen Ende dieses
Dosentelefons soeben nach meiner Bestellung erkundigt
hat. Jetzt einfach bestellen wäre mir zu langweilig. Demzufolge stelle
ich zunächst eine Frage:
"Haben Sie etwas vom Huhn?"

Aus dem Lautsprecher ertönt ein schwer verständliches
Wort, das aber eindeutig mit "...icken" endet. Ich antworte:
"Später vielleicht, zunächst möchte ich etwas essen."

Etwas lauter tönt es zurück: "SCHICKEN!" Ich kann es
mir nicht verkneifen: "Nein, ich würde es gleich selbst
abholen."

Eine kurze Pause entsteht, ich stelle mir belustigt
die genervte Visage des McKnecht vor. Als die Sprechpause zu lang
zu werden droht

sage ich: "Ach so, Sie meinen Chicken! Nö, lieber doch
nicht. Haben Sie vielleicht Presskuh mit Tomatentunke in
Röstbrötchen?"

"Hamburger?" fragt mein unsichtbares Gegenüber zurück.

Der Wahrheit entsprechend erwidere ich: "Nein, ich bin
von hier. aber hat das denn Einfluß auf meine Bestellung?"

"Wol-len Sie ei-nen H-a-m-b-u-r-g-e-r?"

"Jetzt beruhigen Sie sich mal! Ja, ich nehme einen."

"Schieß?"

"Stimmt, hatte ich nach meiner letzten Mahlzeit hier.
Mittlerweile ist meine Darmflora allerdings wieder
wohlauf, ich denke, ich kann es erneut riskieren."

Der Stimminhaber beginnt mir ein wenig leid zu tun. Er
kann ja nichts für den Job. Aber ich ja auch nicht...

"Ob Sie KÄÄÄSE auf dem Hamburger möchten!?"

"Ahja, gern. Ich nehme einen mittelalten
Pyrenäen-Bergkäse, nicht zu dick geschnitten, von einer Seite leicht
angeschmolzen."

Ob die nächste Ansage aus dem Lautsprecher "Sicher
doch" oder "A...loch" lautet, kann ich nicht exakt heraushören.
Deutlicher jedoch erklingt nun: "Was dazu?"

"Doch, ja. Ich hätte gerne diese gesalzenen fritierten
Kartoffelstäbchen."

"Also Pommes?"

"Von mir aus auch die."

"Groß, mittel, klein?"

"Gemischt. Und zwar jeweils genau zu einem Drittel
große, mittlere und kleine."

"WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH VERARSCHEN?" Diese,
wiederum sehr laut formulierte Frage, verstehe ich klar und deutlich.
Sie verlangt eine ehrliche Antwort: "Falls das die Bedingung ist,
hier etwas zum essen zu bekommen: Ja. Also: Machen wir weiter?"

Die Stimme schnauft kurz und fragt: "Gut, gut. Etwas
zu den Pommes?"

"Ein schönes Entrecôte, blutig, und ein Glas 1996er
Spätburgunder, bitte."

"ICH KOMM DIR GLEICH RAUS UND GEB DIR BLUTIG!!!"

"Machen Sie das, aber verschütten Sie dabei bitte
nicht den Wein."


"Schluß jetzt, Schalter zwei, vier Euro fünfzehn!"

Schon vorbei. Gerade, als es anfängt, lustig zu
werden. Aber ich
habe noch ein As im Ärmel.
Ich zahle mit einem 200-Euro-Schein. "Tut mir leid,
aber ich hab's
nicht größer."

PIEP! ... Freundlich werde ich ausgekontert: "Kein
Problem." Mit
kaltem Blick lässt ein bemützter Herr mein Wechselgeld
auf den
Stahltresen klappern.

Nicht mit mir, Freundchen!

Ich will den Triumph! Zeit also für's Finale: "Kann
ich bitte eine
Quittung bekommen?", frage ich überfreundlich. "Ist
ein
Geschäftsessen."
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