Re: Das hätte man anders lösen können.


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Geschrieben von Hans Hansen am 04. August 1999 at 23:56:02:

Als Antwort auf: Das hätte man anders lösen können. geschrieben von Andreas O. am 04. August 1999 at 18:18:57:

>--> Warum hätte man nicht SDR 3 in SWR 1 BW umtaufen können. d.h. die
>Reichweite erheblich ausdehnen?
>--> Warum hat man SWF 3 nicht einfach als SWR 3 weitergeführt?

Erstens: Hätte, Wäre, Wenn ist Makulatur, wie ein unbeliebter Formel-1-Reporter zu sagen pflegt. Zweitens: Selbstverständlich konnte man das nicht einfach umtaufen, denn das könnten nur Milchmädchen. Weil: SDR3 war vollkommen anders als SWF1. Und: Es handelte sich hier um eine Fusion, nicht um eine Umbenennung. Und was glaubst Du, wo dann SDR1 geblieben wäre? Das interessiert Dich sicher nicht, weil "nach Dir die Sintflut", oder was?

Also, ganz so einfach ist das ja auch nicht!

>Die derzeitige Ausrichtung der beiden Programme steht dieser Politik nicht
>entgegen! SDR 3 - Hörer waren im Durchschnitt älter, eher an ausführlicheren
>Infos interessiert, weniger von Trends fasziniert und mehr auf das lokale
>Umfeld ausgerichtet als SWF 3 - Hörer. Dies zeigt auch die Tatsache, dass SDR 3
>Hörer sich mit einem Programm wie SWR 1 BW anfreunden können, was für mich
>unvorstellbar wäre.

Entschuldigung, aber hier werden Kausalitäten verwechselt, daß es nur so kracht. Nur weil Mercedes-Fahrer sich am ehesten noch mit BMW-Fahrzeugen auseinandersetzen können, heißt das nicht, daß der nächste Mercedes auch genausogut BMW heißen könnte. Außerdem: Wie alt der durchschnittliche SDR3- und SWF3-Hörer war, ist absolut irrelevant, denn die Programme hatten eindeutig die gleiche Zielgruppe, nur in Nuancen anders. Beides waren die Pop-Wellen. Daß Du Dich als Ex-SDR3-Hörer jetzt gut bei SWR1-BW (und auch RP!) wiederfinden kannst, liegt eindeutig daran, daß der SWR beim 1er-Programm die falsche Wellenpolitik fährt. Einzig und allein das ist die richtige Kausalität, nichts anderes. Und wenn die Herren sich endlich besinnen und erkennen, daß es so nicht weitergeht, dann wirst Du ein massives Problem haben, weil Du Dir wieder einen anderen Sender (vornehmlich SWR3) suchen mußt. Den Unterschied zwischen z.B. WDR2 und EinsLive hört man nämlich sehr deutlich (oder den zwischen NDR1 und NDR2)!

Im übrigen ist es vollkommen unwichtig, ob die derzeitige Ausrichtung der Programme gegen irgendwas spricht, denn die derzeitige Ausrichtung der Programme ist schlichtweg hanebüchen, zumindest bezogen auf das 1er.

>Um die Konkurrenzsituation etwas zu entschärfen, hätte man die Musik bei SWR 1
>ja etwas "älter" machen können, bei SWR 3 dagegen den Stil von SWF 3 wohl
>lassen können.

So nicht. Die Konkurrenzsituation hätte niemals eintreten dürfen, und schon nach spätestens 4 Wochen hätte der Rundfunk-Chef ein Machtwort sprechen und SWR1 umpolen müssen. Konnte er aber nicht, da alle noch mit Fusionswirren beschäftigt waren. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Also muß das in nicht allzu ferner Zukunft geschehen. Und es wird geschehen, wenn der SWR sich nicht selber in den Abgrund fahren will.

>Sind solche Diskussionen im Hause SWR immernoch tabu? Man müsste sich
>wahrscheinlich intern mal zusammensetzen. Herr Holtmann kennt sicher die Tel.
>Nr. des SWR 1 BW Chefs, oder?

Erstens: Warum sollte der Musikchef von SWR3 beim Wellenchef von SWR1 anrufen? Und zweitens: Wenn man sich die Programme anschaut, dann wird man zweifelsfrei zu der Erkenntnis kommen, daß die beiden Sender sich nicht grün sein können. Ergo muß eine höhere Instanz eingreifen.

Ciao,
Hans




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