SWR der große Verlierer - auch SWR 3 verliert weiter!


[ SWF3 - Elmar Hörig - Rockland ]


Geschrieben von Andreas am 11. Juli 2000 17:21:18:

Als Antwort auf: SWR3 verliert im Südwesten weitere Hörer !! geschrieben von Oliver am 09. Juli 2000 20:15:21:

Privatsender bringen SWR in Bedrängnis
Stuttgart - Sekt für die einen, Selters für den anderen. Die Radiosender im Land haben am Mittwoch die neuen Hörerzahlen ganz unterschiedlich aufgenommen. Während sich die Privatsender über große Gewinne freuen konnten, musste der öffentlich-rechtliche Südwestrundfunk (SWR) dramatische Verluste hinnehmen.

VON FRANK KRAUSE

Jedes Jahr im Frühsommer veröffentlicht die Arbeitsgemeinschaft Media Analyse (MA) ihre begehrten wie gefürchteten Umfragezahlen für alle Radiosender zwischen Flensburg und Freilassing. Für die MA 2000 wurden 42000 Bürger bundesweit zwischen Oktober 1999 und April 2000 per Telefoninterview nach jenem Programm gefragt, das sie tags zuvor für mindestens 15 Minuten gehört hatten. Für die Sender sind die Zahlen bares Geld. Auf Basis der Umfrage dürfen die neuen Werbepreise berechnet werden.

Bei der Zwei-Länder-Anstalt SWR herrschte am Mittwoch Katerstimmung. Während alle vier Hörfunkprogramme in Rheinland-Pfalz ihre Werte vom Vorjahr fast halten konnten, mussten sie in Baden-Württemberg Federn lassen. SWR 1 verlor 300000 Hörer (von 1,09 Millionen auf 790000). Die Kulturwelle SWR 2 sackte von 220000 auf 160000 Hörer ab. Die Popwelle SWR 3 verlor 160000 und hat jetzt nur noch 1,43 Millionen Hörer im Land. Selbst die volkstümliche Welle SWR 4, bisher das erfolgreichste Programm des Senders, schaffte es nur noch auf 1,44 Millionen Hörer. Das ist ein Minus von 300000 zum Vorjahr.

Hörfunkdirektor Bernhard Hermann umschrieb seinen Gemütszustand mit "süß-sauer''. Zwar habe die Popwelle bundesweit zugelegt, "in Baden-Württemberg haben wir aber ein Problem''. Der Markt sei "massiv in Bewegung''. Weitere Überraschungen könnten folgen, wenn die beiden neuen Jugendwellen "Big FM'' (privat) und "Das Ding'' (öffentlich-rechtlich) 2001 erstmals in der Media-Analyse auftauchen. Die scharfe Konkurrenz mit den Privaten kommentierte Hermann bissig: "Die Entwicklung war politisch so gewollt.'' Er kündigte eine millionenschwere Kampagne für SWR 1 und SWR 3 sowie Programmreformen an, um beide Wellen populärer zu machen. Jetzt müsse das nachgeholt werden, was vor der Fusion von SDR und SWF "hätte getan werden müssen. Aber da standen sich ja beide Seiten wie Pitbulls gegenüber''.

Bei den drei großen Privatsendern kennt man diese Probleme nicht. Radio Regenbogen (Mannheim) legte in Baden-Württemberg um 260000 Hörer (auf eine Million) zu. Auch bei Antenne 1 (Stuttgart) knallten die Korken. Ein Plus von 120000 auf 870000 tägliche Hörer, dazu doppelt so viele Hörer wie der direkte Konkurrent SWR 3 im Ballungsraum Stuttgart: Antenne-Geschäftsführer Werner J. Baur zeigte sich "besonders zufrieden''. Auch Radio 7 (Ulm) konnte leicht zulegen: von 470000 auf 480000 Hörer. Wie groß das Interesse an einer Jugendwelle ist, zeigt sich am Beispiel "Sunshine live''. Das Vorgängerprogramm von "Big FM'' legte um 120000 auf 200000 Hörer zu.





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