Re: Artikel über Rundfunkratssitzung - Dämmert es langsam?


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Geschrieben von Günter am 17. Juli 2000 14:12:52:

Als Antwort auf: Artikel über Rundfunkratssitzung - Dämmert es langsam? geschrieben von Andreas O. am 17. Juli 2000 10:25:40:

>In der Badischen Zeitung vom Samstag habe ich folgenden Artikel gefunden:
>Medien
>15. Juli 2000
>Vorwurf: Beamtenmentalität
>Rundfunkrat attackiert SWR-Führung
>Dem SWR laufen, wie die kürzlich veröffentlichten Daten der Media-Analyse belegten, die Hörer in Scharen davon. Darauf reagierte der Landesrundfunkrat bei seiner öffentlichen Sitzung gestern in Freiburg mit heftigen Angriffen gegen die Führung des Südwestrundfunks (SWR). Die stellvertretende Vorsitzende, Birgit Kipfer, bemängelte, der SWR reagiere viel zu schwerfällig auf Veränderungen der Hörerwünsche. Teilen des Senders warf sie Beamtenmentalität vor. Kipfer war zuvor wie der Rundfunkrats-Vorsitzende Horst Bäuerle wieder gewählt worden. SWR1 hat, wie berichtet, innerhalb eines Jahres 30 Prozent seiner Hörer verloren. Für den stellvertretenden Landes-Sendedirektor Viktor von Oertzen ist SWR1 deshalb das Sorgenkind des Senders. Nach der Fusion sei man zu viele Kompromisse eingegangen. Ob, wie er meinte, mehr Werbung geholfen hätte? Solange das Programm nicht besser werde, nütze das auch nichts, sagte Kipfer. Statt aber den Privaten hinterherzulaufen und nur um der Quote willen das Programm zu rasch zu ändern, müsse SWR1 seine Kompetenz auf dem Informationssektor herausstellen. Ebenso müsse über den Abbau von Hierarchien und personelle Umbesetzungen nachgedacht werden. Auch das Fernsehprogramm S3 bekam sein Fett weg: Viel zu volkstümlich werde das „moderne Industrieland“ Baden-Württemberg präsentiert. Kipfer: „Das Land besteht aus mehr als Kuckucksuhren-Bauern.“ dpa/lsw

Ja, es sollte langsam dämmern. In den Badischen Neuesten Nachrichten stand am 15.07.2000 ebenfalls ein Artikel über die Rundfunkratssitzung, in dem es u.a. heißt:
"Direkt nach Bekanntwerden der schlechten Zahlen vor wenigen Tagen hatten die Senderchefs eine millionenschwere Werbekampagne für SWR1 und SWR3 angekündigt. Birgit Kipfer vertrat gestern jedoch die Ansicht, dass mehr Werbung für ein schlechtes Programm keine neuen Hörer bringe. Trotz Beschäftigungsgarantien für die SWR-Mitarbeiter müsse überlegt werden, ob einige nicht an anderen Stellen eingesetzt werden sollen. Der SWR müsse es der Industrie gleich tun und Hierarchien abbauen."

Ist schon deutlich und ein Tritt vord Schienbein der Verantwortlichen.

Gruß

Günter





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