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Mail von SWR3 zwegs Musikwiederholungen


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Geschrieben von Martin Hastenteufel am 08. Juli 2001 23:20:54:

Hi,

diese Mail hat einer in der Newsgroup de.alt.hoerfunk veröffentlicht.

Betreff:
Immer das gleiche bei SWR3 - Gerold Hug antwortet
Datum:
Thu, 5 Jul 2001 08:48:06 +0200
Von:
"Henning Gajek"
Rückantwort:
"Henning Gajek"
Firma:
Henning Gajek himself
Foren:
fido.ger.radio.swr3, de.alt.hoerfunk


Hallo Radiofans,

ich hatte neulich eine Mail an Gerold Hug geschrieben und ... er hat
geantwortet, erfreulich. Die Antwort geb ich hier mal wieder, sie
entspricht in etwa dem, was irgendwer hier schon vermutet hatte... :-)

== Schnippsel ==

"Henning Gajek" <...@gajek.de> am 28.06.2001 21:54:51

Bitte antworten an "Henning Gajek" <...@gajek.de>

An: "Gerold Hug (SWR3)"
Kopie: "...@swr3.de>,
Fax:
Thema: Musikwiederholungen?


Lieber Herr Gajek,

zunächst einmal freut es mich mal wieder etwas von
Ihnen zu hören, zeigt es mir doch, daß Sie Ihrem Lieblingssender nach
all den Jahren immer noch die
Treue halten.

>Ich kann (stellvertretend für viele Radiohörer)
>und will einfach nicht begreifen, was an einer
>so extremen Musik- Wiederholung noch gut sein soll...?

Für Statistiker: die durchschnittliche SWR3-Nutzung
pro Tag beträgt rund 200 Minuten (natürlich nicht
am Stück).
Mit einem Blick auf Ihre Liste werden Sie schnell feststellen, daß Sie
vermutlich kaum eine Hörerin
oder einen Hörer finden werden, der nachts um drei,
vormittags um 9 und abend um 18 Uhr
zufällig denselben Titel hört.

Und selbst wenn. Alle aufgeführten Titel gehören zu
den Lieblingstiteln unserer Hörer. Das wissen wir
aus unseren umfangreichen Forschungen. Diese Titel wollen die Hörer
'öfter' im SWR3-Programm hören, da
sie Ihnen überdurchschnittlich gefallen.

>Das ist eine ideale Strategie zur Veraergerung
>von Radiohoerern und damit potentiellen Werbekunden!

Ganz im Gegenteil. SWR3 bekommt dadurch ein zuverlässiges Musikprofil,
was sich in der
gestiegenen Akzeptanz der SWR3-Musik und den
gestiegenen Hörerzahlen ablesen lässt. Der Zugewinn
von SWR3 war und ist zu einem grossen Teil auf die hörernahe
Musikgestaltung zurückzuführen
(Medienforschung).

>Der private Boulevarddudelsender Radio 100,6
>(Berlin) scheint seit einiger Zeit ein (fuer
>einen Privatsender) erstaunlich vielfaeltiges
>Infoprogramm zu fahren. Die machen das doch
>sicherlich von ungefaehr? Wann lernt SWR3 das
>wieder, Trendsetter in ein abwechslungsreiches
>und spannendes Radio zu werden?

RTL in Berlin, der Marktführer spielt insgesamt
nur noch 97 Titel. Ein Titel wird bis zu 88 Mal
pro Woche eingesetzt.....Also es gibt verschiedene
Wege. Wir haben uns für einen (erfolgreichen)
Mittelweg entscheiden und fahren gut damit.

Mit freundlichen Grüßen

Gerold Hug

PS: Ich muß jetzt auf die Pressekonferenz des
SWR3 New Pop Festivals. Sie sehen, SWR3 investiert
auch weiter kräftig in die Förderung aktueller Musik jenseits des
Mainstream. Die Mischung machts. Und diese Aufgabe ist nicht immer
ganz einfach.

== Schnapp ==

Fazit: Man muß ja heute wirklich für alles dankbar sein.
97 Titel pro Tag? (Alle 14 Minuten der gleiche Hit? Geht das
überhaupt? (Schauder)

Aber in der Tat das SWR3-New-Pop-Festival ist ein Lichtblick.






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