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Geschrieben von Alois Singerl, hochdeutsch am 17. Dezember 2001 16:06:45:

Als Antwort auf: Der Spätzle-Intendant geschrieben von Queerulant am 17. Dezember 2001 00:22:12:


Voß: Kommt vom CDUlastigen-und-pseudoproporz-Sender-ZDF (Zuschauer im Schnitt 60 Jahre), und moderierte das ZDF journal 21:45. Er ist dort nicht wegen großartiger journalistischer Leistungen wie seine Kollegen Hajo Friedrichs, Gerde Ruge, Thomas Roth, Gabi Bauer, Klaus Bednarz ... aufgefallen, sondern wegen seiner Gefälligkeit, seiner "news light" und seiner außerordentlichen Fähigkeit, sein schlappes, ja fast nacktschneckiges Rückgrat so zu verbiegen, der er im ZDF Gefallen fand un seinem Professer ehrenhalber Stolte (der jetzt als Herausgeber von Springers WELT (oha!) funieren wird). Dann lockte der SWF, dessen Intedant er wurde. Dort aber begann er, schön politikhörig, die Senderstruktur zu verändern (SWF3 Hörer werden das bestätigen), ganz im Gegensatz zu Bausch und Fünfgeld, seinen SDR Homologen, die stets versuchten Politk aus dem Sender fernzuhalten (Wer diese derzeitige leidige Indendantenfarce beim ZDF verfolgt, weiss warum diese Volkszertreter von Politikern in den Sendern nichts, aber auch garn nichts zu suchen hat).

Voß kann keinen Widerspruch oder gar Kritik ertragen. Wer ihn eine Weile beobachtet, muss zu diesem Schluss kommen. Er versucht sich als knallharter Manager, und dabe "seinem" SWR "seine" Strukturen aufzuzwingen. Deshalb scharte er linientreue Gefolgsleute in der oberen Führungschicht (fast hätte ich mehr oder wenige hirnlose Befehlsempfänger geschrieben, tue ich aber nicht) um sich. Das Resultat sehen wir an vielen Stellen. Die Reaktion im Falle Haug ist nur ein winziger Punkt im neuen Denken des fusionierten Senders.

Und zum Lyrikbänschen des Herrn Voß: Ich erlaube mir zu sagen, es wäre nie von einem ernsthaften Verlag publiziert worden, wäre es nicht von Herrn Voß. Ich las einige der Verse im Buchladen und hörte Marcel Reich-Ranickis Geisterstimme in meinem Ohr: "Ess isst Drräck, nix alss Drräck, Papierverschwendung, ess isst dass Gäld nicht werrt..."

Alois - am Schdammtisch

>Der Spätzle-Intendant
>SWR-Chef Peter Voß und die literarische Freiheit
>Was wird aus meinen Worten,
>aus Versen, Sätzen, Silben,
>ist mir gleich, ich hause
>nicht bang in meinem Bau, ich lebe,
>wo jeder mir aus meiner Rede
>die Stricke drehen darf, die er
>mir um den Hals legt.(Aus: „Was wird“, Peter Voß, 2000)
>Wenn es um ihn selbst geht, hält Peter Voß, Dichter des Bändchens Zwischen den Kratern, viel von literarischer Freiheit. Wenn es um seine Mitarbeiter geht, eher weniger. Am heutigen Freitag treffen sich der Intendant des Südwestrundfunks, oder besser gesagt: seine Anwälte, mit dem früheren SWR- Moderator Gunter Haug vor dem Arbeitsgericht.
>Der Mann war im November fristlos entlassen worden, weil er in seinem Roman Höllenfahrt kräftig über einen „Spätzlesender“ gelästert hatte. „Es ist zu befürchten“, schrieb Voß dem Personalrat, „dass Herr Haug auch in Zukunft von seiner literarischen Freiheit Gebrauch macht“. Der Deutsche Schriftstellerverband hat Voß aufgefordert, den Krimiautor wieder einzustellen: Haug habe keinen Tatsachenroman oder ein Sachbuch geschrieben, „sondern eine rein fiktionale Kriminalgeschichte. Wir halten die Verwechslung der Äußerungen fiktiver Personen mit der persönlichen Ansicht des Autors für bedenklich“. Fakt ist: Nur auf fünf von 230 Seiten wird der „Spätzle-Sender“ angesprochen, zudem war der Roman drei Monate auf dem Markt, als der SWR darauf aufmerksam wurde.
>Das Syndikat, die Vereinigung der deutschen Krimiautoren, bescheinigte dem SWR-Chef sogar „ein gestörtes Verhältnis zur Literatur“. Bitter für Voß, der zusammen mit Marcel Reich-Ranicki regelmäßig die Literatur-Sendung Lauter schwierige Patienten moderiert.
>Den Schriftstellern, die Voß für gestern Abend zu einer Diskussion über literarische Freiheit eingeladen hatten, wurde per Fax abgesagt. Haugs Kündigung liege nicht in dem Buch begründet, sondern in der „groben Verletzung arbeitsvertraglicher Loyalitätspflichten gegenüber dem SWR“. Es habe keinen Sinn, schrieb Voß, „darüber öffentlich mit Ihnen zu streiten“.Der Intendant meint es ernst: Weil der eigene Personalrat der Entlassung Haugs nicht zustimmen wollte, strengte Voß sogar ein Beschlussverfahren vor dem Verwaltungsgericht an.
>Der geschasste Autor gibt sich optimistisch: „Ich will da wieder rein. “ Sein Anwalt Götz von Olenhusen hat schon Erfahrung in Arbeitsgerichtsprozessen gegen den SWR. 1999 vertrat er den fristlos entlassenen Moderator Elmar Hörig. Am Ende einigten sich Sender und Journalist auf eine hübsche Abfindung: 100 000 Mark.
>TORSTEN BEERMANN
>Quelle: SZ-Online





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